Am 9. November wurde zwischen dem Kultusministerium und den Trägern der historisch-politischen Bildung ein Vertrag unterzeichnet, der zum Ziel hat, dass Schulen in Zukunft Bildungspartnerschaften mit Gedenkstätten, Museen und Archiven eingehen.

Weil die Realschule Obrigheim schon seit 2016 eine solche Bildungspartnerschaft mit der KZ-Gedenkstätte Neckarelz lebt, wurde die RSO in den Marmorsaal des Neuen Schlosses nach Stuttgart eingeladen, um darüber zu berichten.

Azra Arat, Matteo Möhrer und Konstantin Popp aus der Klasse 10a stellten dabei vor, wie unsere Klassen mittels einer digitalen Schnitzeljagd, einem Geocach, auf dem Goldfischpfad Originalschauplätze des Goldfischprojektes suchen, Informationen zu der unterirdischen Produktion von Flugzeugmotoren für den Krieg recherchieren und dann ihren Mitschülern zeigen, was sie gefunden haben. Anhand eines Schuhs, wie ihn die KZ-Häftlinge bei der Sklavenarbeit tragen mussten, erklärten die drei der anwesenden Staatssekretärin und den Leitern der verschiedenen Einrichtungen, wie unsere Klassen in einem weiteren Projekttag im Museum der Gedenkstätte ihre Kenntnisse über die Epoche des Nationalsozialismus‘ vor unserer Haustür vertiefen.

„Obwohl ich in Neckarelz wohne, habe ich nicht gewusst, dass die heutige Grundschule, schon damals die Schule von Neckarelz, der Ort war, an dem jeden Tag Menschen versklavt wurden. Das habe ich persönlich für mich mitgenommen“, schloss Azra den Beitrag der Schülerinnen und Schüler ab, der mit viel Applaus und anerkennenden Worten gewürdigt wurde.

Ein ausführlicherer Pressebericht über die Veranstaltung folgt bald, unter nachfolgendem Link zu einer Fernsehnachricht kann man sich schon jetzt einen kleinen Eindruck von der Veranstaltung verschaffen:

 kooperation-soll-ausserschulische-geschichtsorte-staerken/

 

 

Liebe Schülerinnen und Schüler, verehrte Eltern,

zum Start des Schuljahres 2021/2022 möchte ich mich mit ein paar Worten und der Vorstellung meiner Person an Sie/Euch wenden.

Ich wünsche uns allen ein gutes, erfolgreiches Schuljahr, welches hoffentlich wenig von der Pandemie geprägt ist.

Ich möchte mich auf diesem Wege kurz bei Ihnen/Euch vorstellen. Meinen Namen haben Sie/Ihr inzwischen sicherlich schon gehört, Kerstin Neunecker-Weis.

Seit dem 1. August darf ich die RSO leiten. Ich freue mich sehr, dass ich diese Aufgabe wahrnehmen darf. In den vergangen vier Jahren war ich Schulleiterin der Friedrich-Heuß Gemeinschaftsschule in Haßmersheim. Zuvor habe ich als Realschullehrerin gearbeitet. Von 2013 bis 2017 auch an der Realschule Obrigheim. Somit bin ich für manche von Ihnen vielleicht keine Unbekannte. Neben meiner Tätigkeit als Realschullehrerin habe ich in den Jahren 2006 bis 2017 auch für das Regierungspräsidium in Karlsruhe als Fachberaterin für Schulentwicklung gearbeitet. Mit dieser Ausbildung, meiner Erfahrung als Lehrerin, zahlreichen Fortbildungen im Bereich Führung und Schulmanagement bin ich sicherlich gut gerüstet, um unsere RSO erfolgreich leiten zu können und mit meinem Kollegium, Ihnen und Euch die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Sicherlich werden sich auch für Sie, liebe Eltern, Gelegenheiten zu einem persönlichen Kennenlernen ergeben. Unser Schulbesen wäre eine gute Gelegenheit gewesen, der leider aufgrund der Pandemie entfallen muss. Sollten Sie Anliegen haben, dann können Sie sich gerne mit einem Termin bei mir im Rektorat melden.  

Herzliche Grüße

Kerstin Neunecker-Weis

 

 

„School’s out forever“ – die Schule ist für immer aus - erklang der Alice Cooper Song passend zum Anlass in der Aula der Realschule Obrigheim vom frischgebackenen Pensionär Joachim Pfisterer. Udo Jürgens‘ Klassiker „Mit 66 Jahren fängt das Leben an“, den er mit Kollegin und ebenfalls „Neupensionärin“ Sonja Gabele-Krause darbot, lässt allerdings darauf schließen, dass nun für die beiden zwar Schluss ist mit der Schule, es aber viele Pläne für die neugewonnene Freiheit gibt.

Zuvor waren die beiden langjährigen Lehrkräfte im Rahmen einer Dienstbesprechung von Realschulkonrektor Bernhard Ziegler offiziell in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. Dabei würdigte er die Verdienste der Pädagogen und bedankte sich im Namen des ganzen Kollegiums für ihren herausragenden Einsatz an der Schule.
Sonja Gabele-Krause unterrichtet seit 20 Jahren Mathematik, AES und Bildende Kunst in Obrigheim. In dieser Zeit erlebte sie die Weiterentwicklung des Faches HTW zu „Mensch und Umwelt“ und schließlich zu „Alltagskultur, Ernährung und Soziales“ und nahm die neuen Herausforderungen gerne und tatkräftig an. Maßgeblich beteiligt war sie im Zuge der Sanierung der Realschule an der Neuplanung der Schulküche, die heute als Schmuckstück im Gebäude gilt. Nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch junge Kolleginnen und Kollegen fanden bei Gabele Krause immer ein offenes Ohr sowie fachliche und persönliche Unterstützung.
Bereits seit 1992 lehrt Joachim Pfisterer die Fächer Technik, Sport und Informatik an der RSO. Einen Namen machte er sich unter anderem als Initiator und Hauptverantwortlicher des jährlich in Obrigheim stattfindenden Roboterwettbewerbs (First Lego League), bei dem die Regionalsieger ermittelt werden. Die von ihm vermittelte Bildungspartnerschaft mit der Softwarefirma MPDV führte zur Ausarbeitung von Lehrgängen für Schülerinnen und Schüler im Bereich der Programmiersprache Scratch. Seine Kontakte zu regionalen Ausbildungsbetrieben ermöglichen den Technikgruppen immer wieder Einblicke in handwerkliche Berufe und die Chance, vor Ort Projekte an professionellen Maschinen zu verwirklichen. Außerdem betreute Pfisterer das Netzwerk der Schule und war dadurch kompetenter Ansprechpartner für das Kollegium und die Schulleitung bei Problemen mit Hard- und Software.

Ebenfalls verabschiedet wurde Konrektor Ziegler selbst. Er wechselt aus familiären Gründen an die Realschule in Kirchheim / Teck, wo er auch das Amt des stellvertretenden Schulleiters bekleiden wird. Für die Schülerschaft übergab ihm das Schülersprecherteam ein Geschenk, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für die gemeinsame Zeit an der RSO.  Die zukünftige Schulleiterin der Realschule Obrigheim, Kerstin Neunecker-Weis, dankte Ziegler für seinen Einsatz in diesem schwierigen Schuljahr, das von Schulschließung und Homeschooling geprägt und damit eine große Herausforderung war. Diesem Dank schloss sich auch Schulrätin Katja Meiser vom Staatlichen Schulamt Mannheim an, die Ziegler für seinen neuen Wirkungsort alles Gute wünschte.

Die Schulgemeinschaft der Realschule Obrigheim konnte 85 Schülerinnen und Schülern bei einer feierlichen Zeugnisübergabe in der Neckarhalle zu ihrem bestandenen Schulabschluss gratulieren. Wie im vergangenen Jahr fanden dafür coronabedingt zwei Veranstaltungen statt, um den Familien die Teilnahme an diesem besonderen Ereignis zu ermöglichen.

Realschulkonrektor Bernhard Ziegler und Musiklehrer Eric Grunwald eröffneten die Feier musikalisch mit Pink Floyds „Another Brick in the Wall“. Den Text dieses Songs stellte Ziegler dann auch in den Mittelpunkt seiner Grußworte: Die Band kritisierte damit das strenge englische Schulsystem und auch bei der Umsetzung der Vorgaben zum Unterricht unter Pandemiebedingungen gab es hierzulande manche Kritik. Das galt auch für die Entscheidung der RSO, die Abschlussklassen so früh wie möglich in den Prüfungsfächern in den Präsenzunterricht an die Schule zu holen, während alle anderen Klassen im Homeschooling waren. Umso mehr freute es den Schulleiter, dass sich diese Entscheidung als genau richtig herausstellte. Der Abschlussjahrgang 2021 hat zahlreiche außerordentliche Leistungen erzielt. 27 Schülerinnen und Schüler dürfen sich über ein Abschlusszeugnis mit einem Durchschnitt von 2,0 oder besser freuen. Ziegler bedankte sich beim Kollegium, dass es keineswegs der Forderung des Eingangsliedes nachgekommen sei, in dem es übersetzt heißt: „Lehrer, lasst die Kinder alleine“. Das Gegenteil sei der Fall gewesen. Alle Beteiligten haben sich der Herausforderung der Doppelbelastung von Fern- und Präsenzunterricht gestellt. Ein besonderer Dank galt dabei dem Stundenplanteam, das die Pläne neu koordinieren musste, um einen geregelten Ablauf zu gewährleisten, sowie allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten. Unter Bezugnahme auf den Titel des Songs wies der Schulleiter am Ende seiner Rede darauf hin, dass der bestandene Schulabschluss nicht nur ein Ziegelstein in der Mauer sei, sondern man damit eine eigene stabile Mauer des Lebens bauen könne.

 

(Größere Bilder am Ende des Beitrags)

Vor der Übergabe der Zeugnisse verabschiedete die SMV, vertreten durch Celine Gröning (9b) Madita Streib (8a) und Jonas Wild (8b), im ersten Durchgang die Schülersprecherin Ela Kocak aus der 10a. Das verbleibende Schülersprecherteam bedankte sich herzlich für ihren Einsatz und Engagement.

In der zweiten Feier erinnerten die beiden Klassensprecherinnen aus der 10b, Leonie Schilling und Leah Krämer, an die vergangene Schulzeit. Besonders in Erinnerung werden ihnen die schönen Erlebnisse bleiben wie der Musikabend in der 5. Klasse und nicht zuletzt die Londonfahrt. Bedauerlicherweise musste wegen der aktuellen Situation die Abschlussfahrt ausfallen. Deswegen freute es die beiden Rednerinnen besonders, dass wenigstens die Abschlussfeier mit den Familien stattfinden konnte. Die erlebte Zeit an der RSO sei eine Gemeinsamkeit, die den Abschlussschülern niemand nehmen könne, auch wenn sich die Wege nun trennten. Stellvertretend für alle Klassen bedankten sie sich bei den Lehrerinnen und Lehrern für deren Geduld, Ausdauer, aber auch Hartnäckigkeit und Strenge beim Unterrichten und für die Kraft, die sie ihren Schülerinnen und Schülern immer wieder gegeben hatten. Ein ganz herzliches Dankeschön galt den Eltern, die ihren Kindern geholfen haben, in die Welt hineinzuwachsen.

Musikalisch umrahmt wurde diese Feier mit 3 Liedbeiträgen von Klara Landgraf, Klara Lenz und Robin Mühlenbeck (alle 10b), die passend zum Anlass „I have a dream“ von ABBA sangen, aber auch mit Textpassagen wie „Don’t know much about history“ aus dem Lied „What a wonderful world“ von Sam Cooke kokettierten.

Den Höhepunkt der Abschlussfeier bildete die feierliche Überreichung der Abschlusszeugnisse durch die Klassenlehrer. Dabei durften in der 9d (Klassenlehrer Marc Seebich) Leonita Bucolli und Mike Staudenmeier einen Preis für den besten Hauptschulabschluss entgegennehmen.
Folgende Schülerinnen und Schüler wurden mit einem Preis für außergewöhnlich gute Leistungen ausgezeichnet:
10a (Klassenlehrer Marcel Strack): Sara Braun (Notendurchschnitt 1,8), Alexander Beck (1,7), Edis Odabas (1,6) und Lennart Sauer (1,4)
10b (Klassenlehrerin Anja Kühnle): Samuel Tretter (1,8), Robin Mühlenbeck, Pauline May, Johanna Bengel (alle 1,6), Jana Wolbert (1,5), Leonie Schilling (1,4), Jocelyne May, Lisa Hochgreff (beide 1,3), Niklas Siegmann, Klara Lenz (beide 1,2) und Klara Landgraf mit der Traumnote 1,0. Sie erhielt als Jahrgangsbeste einen Sonderpreis.
10c (Klassenlehrer Daniel Eisenbeiser): Christopher Müller,  Leon Menzel (beide 1,7), Anne Hackel (1,6) und Jana Geyer (1,4).
Mit einem Notendurchschnitt von 1,9 oder 2,0 erhielten einem Lob: Saskia Nebdal, Seray Adigüzel, Celina Blyth, Fabiana Graziano, Max Knörzer, David Scheurich (alle 10a), Emili Lovric und Thea Uhlitzsch (beide 10c).